Hundesport: Rally Obedience

In meiner Instagram Story lasse ich euch ganz oft an unserem Rally Obedience Training teilhaben. Daraufhin bekomme ich oft viele Fragen von euch darüber gestellt. Da in zwei Wochen unser erstes Turnier vor der Tür steht, steht bei uns derzeit nur „Rally Obi“-Training auf dem Programm. Daher ist mein heutiges Blogthema: „Was ist eigentlich Rally Obedience?“ Und warum ich es euch nur empfehlen kann, vor allem bei einem kleinen Energiebündel zu Hause. Diese Sportart ist nämlich eine super Möglichkeit einen aufgedrehten Hund auszulasten und gleichzeitig ruhiger zu bekommen.

Wie bist du zu Rally Obedience gekommen?

Meine ersten Berührungspunkte mit der Hundesportart hatte ich, als ich bei uns im Hundesportverein ins „Begleithundprüfung“ Training gegangen bin. Bliss war anfangs noch sehr aufgeweckt und hatte Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, wenn mehrere Hunde in der Nähe waren. Da gab mir meine Trainerin den Tipp, dass ich doch an einem anderen Tag mal ins „Rally Obedience“ Training kommen soll. So hat Bliss die Chance sich nach und nach mehr an die Fußarbeit mit Spiel und Spaß zu gewöhnen, aber auch an das Arbeiten in Anwesenheit von anderen Hunden. Ja, und so kam ich das erste Mal ins Rally Obi. Training mit Bliss, ohne zu wissen was das wirklich ist. Und wir hatten direkt nach dem ersten Training das Rally Obi. Fieber 🙂

Was genau ist denn Rally Obedience?

Rally Obedience ist eine sehr beliebte und ruhige Hundesportart. Es ist eine Sportart die eine Abwandlung von der klassischen „Unterordnung“ ist. Es geht hauptsächlich darum, dass der Hund mit viel Spaß und Belohnung nah am Menschen arbeitet. D. h. die Grundlage für diese Sportart ist die Fußarbeit. Der Hund läuft fast durchgehend eng am Menschen in der Fußposition. Es gibt mehrere Stationen mit verschiedenen Aufgaben, die das Hund-Mensch Team dann absolvieren sollen.

Es gibt viele verschiedene Schilder, die die Aufgaben zeigen. In einem definierten „Arbeitsbereich“ 120 cm x 120 cm werden dann die Aufgaben durchgeführt.

Hier ein Schild als Beispiel. „Halt“ bedeutet immer die Grundposition – Mensch steht mit beiden Füßen auf dem Boden und der Hund sitzt daneben. Dann einen Schritt nach vorne und wieder Grundposition. Die Schilder werden immer von Links nach Rechts gelesen.

Auf Turnieren gibt es dann verschiedene Klassen bei denen man antreten kann. Demnach sind die Aufgaben dann schwerer oder leichter durchzuführen.

 

Wie oft trainiert ihr?

Wir haben einmal die Woche Training im Hundesportverein. Ansonsten übe ich ab und zu beim Gassigehen. Ich trainiere in ganz kleinen Einheiten mit Bliss. Diese Sportart ist mit viel Konzentration verbunden und mega anstrengend für Bliss. Sie ist ruhig aber angespannt und die Schwelle zum Überfordern ist sehr schmal. Daher muss ich da immer sehr aufpassen, dass sie auch nicht den Spaß verliert.RallyObedience_hundeblog_dogsoulmate_australian_shepherd.jpg

 

Geht ihr auf Turniere?

Ja, wir werden dieses Jahr das erste mal auf Turniere gehen. Aber das schöne ist, dass wir das alles ohne Stress machen können. Es ist erlaubt den Hund immer anzusprechen und zu loben. Selbst Leckerchen sind erlaubt. Das mag ich sehr, dass der Spaß im Vordergrund steht.

Warum ich Rally Obedience empfehlen würde

Ich kann allen Hundebesitzern die einen Vierbeiner zu Hause haben diese Sportart einfach empfehlen. Vor allem ist es eine Möglichkeit den Hund auszulasten OHNE ihn aufzudrehen.

Bei RO trainieren wir eng aneinander und das in Ruhe. Das ist für Bliss unglaublich wichtig, da ich diese Sportart auch auf unseren Alltag spiegeln kann. Beim Gassigehen baue ich immer zwischendurch ein paar Übungen ein. Wenn ein Hund uns entgegen kommt, mache ich mit ihr Übungen aus dem Training und lenke sie so super ab.

Einen aufgedrehten Hund mit einer Sportart auszulasten, die ihn noch mehr aufdreht sehe ich nicht als Zielführend. Mein Hund ist danach zwar müde, aber nicht wirklich ausgeglichen. Wenn ich mit Bliss heute 3 KM laufen gehe, ist sie vielleicht bei dieser Strecke 4 Mal müde danach. Nach dem 5ten Mal ist sie aber darauf trainiert und fordert dann 4 oder 5 KM. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine ruhige Sportart die den Kopf beansprucht mehr bringt. Sie fordert das nicht ein und ich kann es immer in den Alltag integrieren.

 

IMG_8536.JPGBei diesem Thema möchte ich euch gerne mehr zu den Grundlagen etc. in meinem Video erzählen. Die einzelnen Trainingstipps gebe ich dann in den nächsten Videos. Dieses erklärt euch aber erst einmal die Unterordnung.

Habt ihr denn schon Erfahrung mit Rally Obedience gemacht? Lasst mich teilhaben 🙂

 

Ganz liebe Grüße

Tine & Bliss

 

©DogSoulmate Christine Roth

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2 thoughts on “Hundesport: Rally Obedience

  1. Danke, dass du das Thema aufgreifst! Ich habe auch eine Shepherd Hündin, jetzt 9 Monate alt und ich habe mich nach der Welpenstunde gefragt wie wir weitermachen. Da ich eine sinnvolle Auslastung, die uns auch im Alltag in die Karten spielt gesucht habe, bin ich auch bei Rally Obedience gelandet. Wir machen das jetzt seit drei Monaten und unsere Trainerin ist der Hammer! Sie sagt auch, dass Anouk sehr jung ist und man langsam starten sollte, daher trainieren wir oft etwas abseits und machen nicht immer im Parcour mit. Aber man merkt schon, dass sie aufmerksamer geworden ist (momentan pubertätsbedingt auch wieder ein paar Rückschritte :D) und wir erste Erfolge erzielen. Mache es im alltag ähnlich wie du – Mini Sequenzen beim spazieren gehen. Arbeiten primär an der Fussarbeit aber können schon einige Basics und Anouk hat an der Mischung aus gemeinsamem arbeiten und Spiel super viel Spass – und ich auch! ich kann Rally Obi auch nur empfehlen! Freue mich auch auf mehr Videos und eure Erfahrungen im Training!

    Liebste Grüsse, Sandra

    1. Hallo Sandra! Vielen lieben Dank für deinen wundervollen Kommentar! Das hört sich doch bei euch super an! Bleib auf jeden Fall dran und mit kleinen Einheiten arbeiten ist super. Ich freue mich für euch, dass euch die Sportart genau so viel Spaß macht wie uns!
      Ganz liebe Grüße
      Tine & Bliss

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