Wie sehen eigentlich Hunde? Und wie wir dieses Wissen im Training nutzen können.

In vielerlei Hinsicht ist es gut, wenn man etwas Allgemeinwissen über den Hund besitzt. Damals hat mir die Erklärung wie ein Hund „sieht“ vor allem im Training auch gut weitergeholfen. Daher möchte ich euch heute ein paar Impulse mitgeben und erklären, wie ein Hund die Welt wahrnimmt – und das ohne Wissenschaft.

Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass bei Hunden das Zusammenspiel von allen Sinnesorganen wichtig ist. Heute möchte ich aber nur mal auf die Augen eingehen und dies nicht wissenschaftlich sondern kurz und verständlich 🙂

In Instagram habe ich zu diesem Thema eine kurze Story gemacht – wer mag – kann sich auch dieses Video anschauen 🙂 Hier gehts zum Instagram Video dazu 

Das Sichtfeld

Das Gesamtgesichtsfeld bei Hunden liegt bei circa 240 Grad. Das recht breite Sichtfeld ist aufgrund der Position der Augen am Kopf. Da diese seitlich sind, haben Hunde ein breiteres Sichtfeld als wir Menschen.

Hier zwei Bilder aus meiner oben genannten Story in Instagram kurz skizziert.

Wie oben in den beiden Bildern zu sehen, ist der Bereich der „scharf“ gesehen wird bei Hunden etwas kleiner. Das ist der Bereich, wo beide Augen auf eine Fläche sehen können. Bei Menschen ist dieser 120 Grad und bei Hunden ist dieser nur bei 60 Grad.

Außerdem ist es so, dass die Schnauzenlänge Auswirkungen auf das Sichtfeld hat. Kurz gesagt, je kürzer die Schnauze, je kleiner das Gesichtsfeld.

 

Sind Hunde Kurzsichtig oder Weitsichtig?

Bei dieser Frage muss ich immer an meine Oma denken. Sie muss die Zeitung immer recht weit weghalten, um die Buchstaben lesen zu können. So ähnlich ist es bei Hunden auch. Sie sehen erst „scharf“ ab 0,5 Meter.

 

Wie scharf sehen Hunde?

Diesen Punkt finde ich ja immer wieder sehr überraschend. Denn Hunde sehen 5 Mal schlechter Scharf als wir Menschen. Ein Beispiel auch noch mal mit Bildern dargestellt:

Darstellung ist nur ungefähr und nicht zu 100 % genau zu sehen – aber, das wisst ihr ja sicherlich 🙂

 

Was können Hunde denn besonders gut sehen?

Hunde sehen vor allem Objekte gut, die sich bewegen. Ruhende Objekte erkennen sie etwas schlechter. Je nachdem wie reizempfindlich ein Hund ist, reagiert er stärker auf Bewegungen. Bliss beispielsweise reagiert super empfindlich auf Bewegungen, was die Junghundezeit teilweise sehr herausfordernd gestaltet hat.

Menschen sehen circa 50-60 Bilder pro Sekunde. Hunde sehen im Vergleich circa 80 Bilder pro Sekunde.

Künstliches Licht kann daher für manche Hunde sehr stressend sein, da es für sie flackert.

Welche Farben sehen Hunde?

Und diese Frage ist wirklich spannend. Damals dachte man noch, dass Hunde nur schwarz weiß sehen. Heute weiß man, dass Hunde sehen, wie Menschen mit einer rot-grün Schwäche.

Hunde sehen daher eher in zwei Farben Gelb Töne und Blau Töne. Im Training könnt ihr es dem Hund also einfacher machen, wenn ihr beim Rückruf eine blaue Jacke tragt und die Arme wedelt.

Wie sehen Hunde im dunklen?

Ganz kurz: Super. Hunde können im dunklen deutlich besser sehen als wir Menschen.

Grund dafür ist eine reflektierende Schicht der Netzhaut. Das Tapetum lucidum reflektiert das Licht, das bei Dunkelheit auf das Auge trifft. Dieses wird damit doppelt ausgenutzt.

 

Fazit:
Im Training könnt ihr euch dieses Wissen zu Nutze machen. Beim Rückruf kann man eine blaue Jacke tragen und sich bewegen, wenn man ruft. So macht ihr euch für euren Hund auch mehr interessant. Objekte werden auf einer kleinen Entfernung besser gesehen als nahe.

Hier gehts zum Instagram Video dazu 

DogSoulmate_Wie_sehen_Hunde_Hundeblog

©DogSoulmate Christine Roth

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