Gesundheitsschädliche Stoffe in Hundenäpfen, die ihr unbedingt meiden solltet

Hallihallo ihr Lieben! Heute geht es um ein sehr spannendes Thema! Ich kann euch versprechen, vieles davon wusstet ihr bestimmt noch nicht. Es geht um die Wahl des Napfes und welche Auswirkungen das auf den Hund haben kann. Zudem möchte ich euch noch Tipps geben, wie man den Napf am besten reinigt. Eine Erfahrung habe ich selbst mit Bliss auch schon erlebt und darüber möchte ich heute schreiben. Viel Spaß beim Lesen!

Wenn der Hund nicht mehr aufhört sich zu kratzen!

Es gibt auf dem Markt sehr viele Hundenäpfe – groß, klein, rund, eckig, aus Metall, aus Porzellan, aus Kunststoff und so weiter. Die Auswahl ist auf jeden Fall vorhanden und man kann sich den schönsten raussuchen.

Das habe ich damals auch gemacht und habe mich für eine schöne Futterbar mit Metallnäpfen entschieden. Metallnäpfe sieht man überall, also dachte ich damals das wäre eine gute Wahl für Bliss.

Bliss war ungefähr 6 Monate alt, als sie sich plötzlich immer mehr gekratzt hat. Ich war beim Tierarzt, um sie nach Parasiten kontrollieren zu lassen, ob sie vielleicht trockene Haut hat, habe ein neues Shampoo genutzt, dann lange gar kein Shampoo genutzt. Die Heizung ausgestellt, das Futter umgestellt und immer so weiter – das Kratzen wollte aber einfach nicht aufhören. 

Durch Zufall habe ich dann gelesen, dass Metallnäpfe Allergien auslösen können, da sie Stoffe abgeben, die in den Organismus des Hundes gelangen. Da wurde ich hellhörig und habe mich näher mit Näpfen und deren Material beschäftigt.

Material für Hundenäpfe und ihre Folgen

Der Metallnapf aus Edelstahl – das wusste ich wirklich nicht!

Somit habe ich mich zunächst mit dem Napf aus dem Material Metall beschäftigt. Näpfe aus Metall haben häufig den Hinweis, dass diese aus Edelstahl gefertigt sind und „rostfrei“ sind. Da dachte ich mir damals – super! Wenn man sich genauer damit beschäftigt, findet man dann aber doch wichtige Hinweise.

Fachsprachlich ist die Bezeichnung „Edelstahl“ für Stahlsorten mit besonders hoher Reinheit (diese sind aber nicht unbedingt rostfrei). Um die Näpfe aus Edelstahl rostfrei zu machen, werden häufig sogenannte Legierungsbestandteile wie Chrom, Nickel, Molybdän, Mangan und Niob beigesetzt.

Stoffe wie Nickel oder Chrom gelten beispielsweise als allergisierende Stoffe und schon geringe Mengen eines Stoffes können eine Immunreaktion auslösen!

  • Chrom: Laut Wikipedia sind manche Chromverbindungen giftig, schädigen sogar die DNA und können Krebs verursachen.
  • Zu Nickel: Ich kenne Nickel noch als Ohrring, worauf ich immer reagiert habe. Es ist daher nichts ungewöhnliches, dass die Haut auf Nickel reagiert. Also kann es schon gut sein, dass auch Hunde eine Nickelallergie entwickeln können. Wenn also euer Hund regelmäßig Atemwegsprobleme oder Ausschlag im Kopfbereich hat, sollte der Napf mal näher betrachtet werden.
  • Niob: Laut Wikipedia als Legierungszusatz für rostfreie Stähle genutzt, gilt Niob zwar als nicht toxisch, jedoch irritiert metallischer Niobstaub Augen und Haut.

Fazit: Wenn es unbedingt ein Edelstahlnapf sein muss, dann auf alle Fälle nur ein „lebensmittelechter“! Wobei der von Bliss auch lebensmittelecht war… Sie hat trotzdem drauf reagiert.

Als wir den Napf dann getauscht haben, ging das Kratzen auch schnell weg.

Der Plastiknapf beziehungsweise der „praktische“ Napf aus Kunststoff

Wenn man einen Hund hat müssen die Produkte praktisch und schnell reinigend sein. Daher greifen viele immer noch zum Napf aus Kunststoff. Der kann nicht kaputt gehen, geht in die Spülmaschine, ist schön bunt und ist leicht. Aber wenn man sich das Produkt genauer anschaut, wird man schnell feststellen, dass man vielleicht doch zu was anderem greifen sollte…

Generell sollte man folgende Inhaltsstoffe bei Kunststoff unbedingt vermeiden:

  • Bisphenol A (BPA) ist in erschreckend vielen Alltagsgegenständen enthalten. BPA gehört zu den Chemikalien, die sehr häufig verarbeitet werden. Beispielsweise in Plastikgeschirr, Kassenbons und Parkscheinen, Plastikschnullern, Konserven- und Getränkedosen. Erst seit einigen Jahren hat sich in der Öffentlichkeit die Erkenntnis durchgesetzt, dass BPA gesundheitsschädlich sein kann – und noch längst haben nicht alle Hersteller reagiert – deswegen müsst ihr weiterhin darauf achten! In Europa ist ein Verbot von Bisphenol A für Babyflaschen seit März 2011 in Kraft, ein Verkaufsverbot besteht seit Juni 2011.
  • Polycarbonat (PC) ist gesundheitsschädlich und nicht für Lebensmittel geeignet. Der Stoff wird beispielsweise für durchsichtige Terrassendächer, CD´s, teilweise in der Brillenverarbeitung, Küchenbesteck etc. genutzt. Polycarbonat (PC) findet für Lebensmittel aufgrund seiner Inhaltsstoffe kaum noch Verwendung, denn aus diesem Kunststoff wird hormonähnlich wirkendes, gesundheitsschädigendes Bisphenol A (BPA) freigesetzt. (Quelle: https://www.smarticular.net)
  • Polyurethan (PU) steckt in Schuhen, Autos, Surfbrettern, Möbeln und weiteren Produkten. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass thermisches Polyurethan Weichmacher enthalten kann. Einige der Weichmacher können gefährlich sein.
  • Polyvinylchlorid (PVC) wird beispielsweise für Produkte mit Weich-PVC genutzt: Bodenbeläge, Kinderspielzeug, Schläuche, Kunstleder, Vinyl-Tapeten, Dachbahnen, Schwimmreifen, Dichtungen uvm. Das Problem dabei ist, dass PVC von der Produktion bis zur Entsorgung gravierende Gesundheits- und Umweltprobleme verursacht. So gibt Weich-PVC gesundheitsschädliche Weichmacher ab. Das Recycling ist durch die Vielzahl der Zusatzstoffe problematisch, bei der Verbrennung können giftige Dioxine entstehen (Quelle: www.bund.net).
    Aus PVC ist zum Beispiel die typische BioThane Hundeleine – siehe auch meinen Blogbeitrag dazu. PVC wird häufig für Plastiknäpfe genutzt! 
  • Styropor oder Polystyrol wird oft auch für die Füllung von Hundebetten genutzt oder für einen Reisenapf von einer bekannten Marke. Aber auch die Einweg Plastikbecher sind aus dem Material.

Jetzt denkt ihr sicherlich, dass ihr einfach mit der Liste losgehen könnt und auf die Stoffe verzichten könnt… Leider ist das aber nicht so einfach. Bei den meisten Futternäpfen wird nicht konkret angegeben, welcher Kunststoff verarbeitet wurde. Es heißt meistens einfach Napf aus Kunststoff. Der Grund dafür ist natürlich klar. Es gibt keine Verpflichtung und die Hersteller wollen sich kaum damit schmücken, dass ihr Futternapf Stoffe enthält, die die Gesundheit des Hundes möglicherweise gefährden können. Eine Pflicht dieser Angaben gibt es bisher leider nicht.

 

Ein Reisenapf aus Silikon

Ein Großteil der verwendeten Substanzen in Silikon ist noch nicht auf seine Schädlichkeit getestet. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Siloxan-haltige Produkte, die mit Babys oder Kleinkindern oder mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, vor dem ersten Gebrauch  – wenn möglich und je nach vorgesehener Verwendung – heiß vorzubehandeln, da dadurch der Siloxan-Gehalt reduziert wird. Allein das sowas empfohlen wird finde ich schon sehr merkwürdig. Im Großen und Ganzen ist das wohl eine bessere Alternative als Plastik, aber ganz traue ich dem nicht. Es ist schließlich ein Stoff, der komplett chemisch hergestellt wird.

 

Der Keramiknapf

Wenn ihr diesen Napf kauft, solltet ihr bitte auf die Versiegelung achten. Über diese Glasur erfolgt beispielsweise auch die Farbgebung der Näpfe. In diesen Näpfen können Schwermetalle wie Blei oder Cadmium verarbeitet sein, weshalb beim Kauf auf Hinweise in diese Richtung geachtet werden sollte!

Unsere Näpfe sind nicht nur mit Liebe handgemacht, sondern auch lebensmittelecht und somit absolut unbedenklich für eure Hunde. Wir legen viel Wert darauf, das richtige Material zu nutzen! Schaut doch mal bei uns im Shop (www.dogsoulmate-shop.com) vorbei. Vielleicht gefällt euch ja einer 🙂

Hundeblog_Hundenapf_keramik_dogsoulmate_besonders_handarbeit

Fazit

Ich hätte es damals auch nie gedacht, dass man etwas im Laden kaufen kann, was unter anderem gesundheitsschädlich für meinen Hund sein kann. Durch die Reaktion von Bliss und einem Zufall habe ich mich mit dem Thema dann mal auseinandergesetzt. Nun weiß ich mehr und hoffe, dass ich euch wertvolle Hinweise mitgeben konnte.

 

Ganz liebe Grüße

Tine

 

©DogSoulmate Christine Roth

SIE KÖNNEN JEDERZEIT UND OHNE MEINE ERLAUBNIS AUF DIESEN ARTIKEL VERLINKEN ODER IHN AUF FACEBOOK ODER ÄHNLICHEN PLATTFORMEN TEILEN. JEGLICHE VERVIELFÄLTIGUNG ODER NACHVERÖFFENTLICHUNG, OB IN ELEKTRONISCHER FORM ODER IM DRUCK, KANN NUR MIT MEINEM SCHRIFTLICH EINGEHOLTEN UND ERTEILTEN EINVERSTÄNDNIS ERFOLGEN. VON MIR GENEHMIGTE NACHVERÖFFENTLICHUNGEN MÜSSEN DEN JEWEILIGEN ARTIKEL VÖLLIG UNVERÄNDERT LASSEN, ALSO OHNE WEGLASSUNGEN, HINZUFÜGUNGEN ODER HERVORHEBUNGEN. EINE UMWANDLUNG IN ANDERE DATEIFORMATE WIE PDF IST NICHT GESTATTET. IN PRINTMEDIEN SIND DEM ARTIKEL DIE VOLLSTÄNDIGEN QUELLENANGABEN INKL. MEINER HOMEPAGE BEIZUFÜGEN, BEI ONLINE-NACHVERÖFFENTLICHUNG IST ZUSÄTZLICH EIN ANKLICKBARER LINK AUF MEINE HOMEPAGE ODER DEN ORIGINAL-ARTIKEL IM BLOG NÖTIG. DIE GEZEIGTEN BILDER DÜRFEN NUR MIT MEINER GENEHMIGUNG GENUTZT WERDEN!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.