So wichtig ist Bewegung und Auslastung für unsere Hunde

Ich werde häufig auf Instagram angeschrieben, wie oft ich mit meinen Hunden gassi gehe, wie lange und ob ich Tipps habe. Diese Frage finde ich wirklich interessant, da das Bedürfnis nach Bewegung und Auslastung bei jedem Hund individuell ist. Demnach ist meine Antwort meistens: das kommt darauf an 🙂 Diese Frage zeigt mir aber, dass ihr euch damit beschäftigen wollt, aber nicht sicher seid, ob eure Hunde genug Bewegung und Auslastung genießen. Aus diesem Grund gehe ich heute noch mal ausführlich auf das Thema Bewegung und Auslastung unserer Hunde ein.  

Da das Thema oft unterschätzt wird aber sehr wichtig ist, finde ich es super, dass die AGILA Haustierversicherung im Rahmen einer Blogparade mit vielen verschiedenen Bloggern das Thema bei den Hundebesitzern noch mal mehr hervorheben möchte. Und da sind wir natürlich sehr gerne dabei und freuen uns, dass dieser Beitrag von der AGILA Haustierversicherung unterstützt wird! Am Ende des Beitrags habe ich euch die anderen Blogger markiert, schaut dort gerne auch mal vorbei. 

Bewegung und Auslastung hat NICHTS mit der Rasse zu tun! 

Vorab möchte ich etwas ganz Wichtiges loswerden. Bewegung und Auslastung benötigt JEDER Hund. Egal, wie groß oder klein der Hund ist oder zu welcher Rasse dieser gehört. Ein Beispiel: dass kleine Hunde nicht so viel Bewegung benötigen, ist schlichtweg ein Irrtum. Es gibt so viele kleine Hunde, die ohne Probleme mit Fahrradfahren kommen oder mit joggen gehen möchten. 

Jeder Hund hat das Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung, das sollte auch jedem Hundebesitzer klar sein. Ein ausgeglichener und freier Hund ist gleichzeitig auch ein gesünderer und fröhlicherer Hund. 

Verhaltensprobleme entstehen oft, wenn der Hund seine Energie nicht los werden kann

Leider haben wir immer wieder Hunde, die stark verhaltensauffällig sind. Hundetrainer oder Hundeschulen wissen wahrscheinlich, was ich meine. Die Hunde heutzutage genießen leider oft zu wenig Bewegung und Beschäftigung. Und dadurch staut sich bei dem Hund sehr viel Energie. Die Bombe fängt irgendwann an zu ticken und explodiert plötzlich und unerwartet. 

Verhalten, wie an der Leine unkontrolliert ziehen, Reaktion auf andere Hunde, plötzlich aggressives Verhalten oder Zerstörung der Möbel können ungewollt und schleichend entstehen. Die Reaktionen können sich aber auch erst später im Alter zeigen. Hunde mit wenig Bewegung sind später einfach nicht mehr so fit und gesund. Und noch dazu leiden sie dann zusätzlich noch an Übergewicht, was das Ganze gesundheitlich natürlich noch schlimmer macht. 

Fakt: Hunde benötigen ein Ventil und Bewegung für ein besseres Lebensgefühl!

Der Bedarf nach Bewegung und Auslastung ist sehr individuell 

Bei dem Thema nehme ich immer gerne die Medaille als Beispiel mit auf. Denn ein Hund kann auch bei zu viel Bewegung und Auslastung verhaltensauffällig werden. Manche Hundebesitzer überfordern schlichtweg ihren Hund und machen viel zu viel. Deswegen ist es so wichtig, dass jeder von euch für seinen Hund den Bedarf findet und einen eigenen Bewegungsrhythmus entwickelt. 

5 Fragen, wie ihr herausfinden könnt, was euer Hund benötigt 

  1. Wie alt ist dein Hund?

    Welpe
    Ein Welpe benötigt nur ganz kleine Runden. Auch, wenn ihr einen Hütehund bei euch habt einziehen lassen, bedeutet das nicht, dass ihr mit dem Welpen normale Gassirunden gehen könnt. Welpen benötigen seeeeehr viel Schlaf und gar nicht so viel Bewegung. Sie sind schon so immer auf Erkundungstour. Achtet darauf, dass euer Welpe nicht zu viel macht. Und vor allem sollte der Hund in der Phase „Ruhen“ und „Abschalten“ lernen. Manchmal muss man die Kleinen zu ihrem Glück „zwingen“.

    Junghund
    Wenn euer Hund dann womöglich auch noch in der Pubertät angekommen ist, sprüht dieser nur so vor Energie und Erkundungslust. Findet in dieser Phase genau die Mitte von Auslastung / Bewegung, aber vor allem auch Ruhe. Ruhe und Schlaf sollte wirklich nicht unterschätzt werden. Denn genau dieser ist mindestens genauso wichtig, wie die Bewegung und die Auslastung. Ihr müsst euch vorstellen, dass der Hund das Erlebte oder neu Gelernte auch erst mal verarbeiten muss. Wie kann er das? Korrekt, im Schlaf. Wenn der Hund viel Bewegung und Auslastung genießt, muss er genau so viel auch verarbeiten, um nicht Frust anzustauen.

    Senior
    Die Senioren unter euch dürfen sich so bewegen, wie sie es noch können oder wollen. Man sollte den Senioren schon die Möglichkeit geben sich zu Bewegen und das auch regelmäßig. Sie zeigen euch dann aber schon, dass sie nicht mehr können. (Wobei, der letzte Satz bei manchen Rassen auch nicht der Fall ist, da solltet ihr dann schon schauen, dass eure Senioren nicht zu viel machen 🙂 )
  2. Zu welchem Zweck wurde die Rasse gezüchtet / welchen Ursprung hat mein Hund?
    Das ist meines Erachtens ein sehr wichtiger Punkt. Rasseeigenschaften sind immer mit Bedürfnissen verbunden. Australian Shepherd´s beispielsweise haben eine rasche Auffassungsgabe, sind sehr arbeitswillig, robust und stets bereit sowie ausdauernd. Habe ich jetzt aber eine Kuhherde zuhause, damit ich die Bedürfnisse meiner Hunde decken kann? Nein 🙂 Ich suche aber aktiv nach Alternativen, die ich meinem Hund bieten kann. Und genau das könnte ich auch machen. Beschäftigt euch mit dem Ursprung eures Hundes und findet Aufgaben, die ihr als Team zusammen machen könnt. Es gibt viele Hundesportarten, die man auch gut zuhause machen kann. DogDance beispielsweise mache ich mit Bliss ausschließlich zuhause. Auch die Fußarbeit könnt ihr jederzeit in eure Gassirunden mit einbauen. Nasenarbeit oder Fahrradfahren, spezielle Übungen zur Impulskontrolle etc. da fällt mir so viel ein, was jeder Hundebesitzer mit seinem Hund machen kann. 
  1. Hat dein Hund gesundheitliche Probleme?
    Was natürlich nicht ignoriert werden sollte sind gesundheitliche Einschränkungen von deinem Hund. Wenn dieser beispielsweise Probleme mit der Hüfte oder dem Rücken hat, solltest du mit deinem Tierphysiotherapeuten genau besprechen, was du mit deinem Hund alles machen kannst, um die gesundheitlichen Probleme nicht noch zu verschlimmern.
    Generell sollte beispielsweise bei Agility oder anderen Sportarten immer die Physio mal besucht werden. Oft sind unerkannte Blockaden für den Hund sehr schmerzhaft, aber er zeigt dies nicht. Unbehandelt können diese irgendwann zu einem richtigen gesundheitlichen Problem werden.
  2. Quantität / Qualität
    Schaut euch mal eure Gassirunden an. Eine stinknormale Gassirunde, ohne viel Aufregung, kein Training, keine Aufgabe… Kann dem Hund mal gut tun, und mache ich bewusst mehrfach die Woche. Aber ich habe beispielsweise häufig kleine Übungen auf der Gassirunde für meine Hunde. Ich habe oft nämlich gar nicht so viel Zeit große Runden mit den beiden zu laufen. Da reicht eine halbe Stunde bis 45 Minuten, dann aber mit kleinen Trainingseinheiten. Somit habe ich dann die Bewegung für die überschüssige Energie, aber auch die mentale Auslastung. Die Kombination stellt die beiden meistens sehr zufrieden. Sie müssen nicht jeden Tag mit dem Fahrrad fahren oder kilometerweite Runden laufen. Der Mix innerhalb einer Woche macht es aber, was die beiden glücklich stellt.
  3. Körperbau deines Hundes
    Es sollte jedem klar sein, dass ein Neufundländer nicht die gleichen Übung- und Bewegungsmöglichkeiten hat wie ein Border Collie 🙂 Um zwei Rassen als Beispiel heranzuziehen. Ich glaube aber, dass ihr wisst, was ich meine :-)? 

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne 

Zudem möchte ich zum Schluss noch mal an die AGILA Haustierversicherung erinnern. Wir lassen unsere Hunde sehr gerne rennen. Leider passieren unvorhergesehen manchmal Unfälle, die keiner wollte. So war das vor ein paar Jahren auch bei uns. Bliss spielte und rannte ausgelassen mit einem anderen Hund und die beiden streiften leider sehr unglücklich eine Passantin am Bein. Diese stürzte und brach sich den Arm. Wir waren sehr schockiert und wussten zunächst nicht, was wir machen sollten. Wir sind daher sehr dankbar, dass wir in dem Fall alles an AGILA und unsere Haftpflichtversicherung geben konnten und bis heute keine Arbeit mit diesem Unfall hatten. AGILA hat sich wirklich toll um uns und diesen Fall gekümmert. Denkt daher bitte an diese unfassbar wichtige Versicherung!
Verlinkung zum Blogbeitrag “Eine Gassirunde, die mit einem Krankenwagen und einem Personenschaden endete”. 

Hier geht es direkt zur Hundehaftpflicht-Versicherung der AGILA Haustierversicherung*

Fazit

Bewegung und Beschäftigung tut jedem Hund unglaublich gut. Ihr solltet die Medaille auf jeden Fall im Blick behalten. Denn nur ein harmonisches Zusammenspiel von Auslastung und Ruhe macht euren Hund nachhaltig glücklich und ausgeglichen. Sucht euch ein gemeinsames Hobby, was euch beiden Spaß macht. Beschäftigt euch mit der Rasse, um die Bedürfnisse genau herauszufinden. Und ganz wichtig, Bewegung ist nicht nur für euren Hund gut 🙂 sondern auch für Frauchen oder Herrchen. 



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Dieser Beitrag ist im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung veröffentlicht.

©DogSoulmate Christine Rotheimer

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