Hunde die einen Maulkorb tragen sind böse! Oder? / enthält Werbung

Ein Hund trägt einen Maulkorb.  Da ist doch eigentlich nichts Schlimmes dabei oder? Die Menschen assoziieren aber sofort mit dem äußeren Erscheinungsbild, dass der Hund aggressiv, bissig und vor allem nicht sozialisiert ist! Aber das stimmt ganz oft gar nicht. Ich wäre dafür, dass wir mit den pauschalen Vorurteilen aufhören 🙂 Und ich möchte euch zeigen, warum auch eine liebe Bliss einen Maulkorb tragen können sollte.

Vor ein paar Wochen waren wir mit Bliss in Österreich im Urlaub. Speziell in Wien besteht Maulkorbpflicht für ALLE Hunde in den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Leider hatte ich es mir immer nur vorgenommen mit Bliss so früh wie möglich mit dem Maulkorbtraining anzufangen, habe es aber dann doch erst jetzt geschafft… Obwohl es soooo wichtig ist.

Warum es für alle Hunde wichtig ist einen Maulkorb zu tragen und wie ich es Bliss beigebracht habe, erfahrt ihr heute in meinem neuen Blogbeitrag.Hundeblog_dogsoulmate20181-73

Warum sollte ein Hund einen Maulkorb tragen können?

In Deutschland ist es nicht überall Pflicht, aber in vielen Bundesländern müssen die Hunde in den Öffentlichen Verkehrsmitteln schon den Maulkorb tragen. Aber nicht nur dafür ist der Maulkorb wichtig, sondern auch wenn Giftköder ausgelegt sind. Als Schutz für den Hund kann man dann den Maulkorb anziehen und muss sich keine Gedanken mehr machen. Oder wenn man ins Ausland reist mit dem Hund sollte man den Maulkorb immer dabei haben, aber vor allem auch den Hund schon daran gewöhnt haben. Es ist unglaublich stressig und ungewohnt für den Hund, etwas am Gesicht zu tragen. Wenn man ihn aber langsam daran gewöhnt, ist es etwas neutrales einen Maulkorb zu tragen und der Hund legt keine Bewertung auf die Situation (anders als die Menschen…).

Maulkorb für jede Schnauze passend gemacht (Werbung)


Hundeblog_dogsoulmate_Maulkorb_werbungZu aller erst stellt sich die Frage, welchen Maulkorb hole ich meinen Hund? Für mich war klar, dass Bliss einen neutralen bekommen soll und ohne Metall. Ich war daher so glücklich, dass eine Kooperation mit der Maulkorbwerkstatt* zustande kam. Die Maulkorbwerkstatt ist ein super nettes Unternehmen, dass individuell für jede Schnauze das passende erstellt. Egal welche Farben oder Größen, sie stellen jeden Maulkorb per Hand und in Deutschland selber her.

Hundeblog_dogsoulmate_Maulkorb_werbung.jpgDas Material ist BioThane® und somit abwaschbar und sehr leicht. Die Bestellung ist ganz easy. Man misst den Hundekopf an den angegebenen Stellen aus, wählt die passenden Farben und schon kann man den Maulkorb bestellen.

Was ist wichtig bei der Auswahl eines Maulkorbs?

Wichtig bei einem Maulkorb ist, dass

– der Hund im Maulkorb hecheln kann.

– der Hund nichts vom Boden fressen kann für den Schutz vor Giftködern.

– die Schnauze nicht gequetscht wird.

– der Maulkorb nicht klemmt und nicht zu eng sitzt.

– der Maulkorb nicht zu viel Gewicht hat.

Wie trainiere ich mit meinem Hund das Tragen eines Maulkorbs?

  1. Schritt: Bevor der Maulkorb geliefert wird, kann man schon mal mit dem ersten Schritt anfangen. Man gewöhnt den Hund daran seine Schnauze in etwas „Enges“ zu stecken. Da bietet es sich an, dass man einen Joghurt Becher zum Ausschlecken gibt. Bliss liebt das und durfte schon als Welpe immer wieder mal naschen. Das hat sich jetzt als großen Vorteil herausgestellt 🙂
  2. Schritt: Wenn der Maulkorb dann geliefert wurde, kann man die Übung vom Joghurtbecher gut übertragen. Ich habe in den Maulkorb Leberwurst geschmiert, sodass Bliss dann aus dem Maulkorb, statt aus dem Joghurt Becher, etwas schleckt. Somit verbindet sie das „Schnauze in den Maulkorb stecken“ sehr positiv. Diese Übung bitte ohne den Verschluss zu schließen! einige Wochen immer wieder wiederholen. Draußen sowie drinnen!
  3. Schritt: Wenn man diese Übung dann über mehrere Wochen wiederholt hat, kann man kurz den Verschluss ansetzen zum zu machen, aber noch nicht zu machen. Und das dann Schritt für Schritt länger zu halten aber noch nicht zu machen.
  4. Schritt: Wenn man nun über mehrere Wochen die kleinen Schritte erfolgreich durchgespielt hat, kann man den Verschluss auch mal kurz schließen. Und immer ruhig und positiv sein. Auch wenn der Hund dann plötzlich „gefährlich“ aussieht, solltet ihr eure Einstellung positiv behaften. Ein „ohhh der arme Schatz“ bringt dem Hund nichts… Für den Hund kann der Maulkorb ganz neutral gesehen werden, wenn ihr eure Einstellung dazu neutral beibehaltet.Hundeblog_dogsoulmate20181-70
  5. Schritt: Ganz wichtig ist dann, wenn der Hund es gelernt hat mit dem Maulkorb geschlossen zu sitzen, dass ihr sofort anfangt zu laufen. Mit einer Belohnung in der Hand natürlich und nur wenige Schritte. Achtet darauf, dass ihr nicht belohnt, wenn der Hund mit der Pfote an den Maulkorb geht!
  6. Schritt: In diesem Schritt wiederholt ihr in ganz kleinen Schritten! und auch über Wochen hinweg das Laufen mit Maulkorb.

Bliss hatte sehr große Schwierigkeiten mit dem Maulkorb zu laufen. Sie ist sehr oft mit der Pfote an den Maulkorb gegangen. Somit mussten wir wieder ein paar Schritte vorher anfangen. Auch bei uns heißt es immer noch – üben …üben… üben…

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr eurem Hund schon einen gekauft? Seid ihr im Training?

Ganz liebe Grüße

Tine & Bliss

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Ich habe die Inhalte selbst recherchiert. Das Training ist je nach Hund unterschiedlich. Ich gebe keine Erfolgsgarantie und bin keine Hundetrainerin.

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©DogSoulmate Christine Roth

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